Cannabisnutzung in der Medizin

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Hallo, liebe Selbsthilfeinteressierte,

wir weisen gern, auch auf Wunsch der überregionalen Gruppe, auf das nächste Treffen zu  „Cannabisnutzung in der Medizin“ hin. Bitte streuen Sie in Ihren Kanälen. Die Akteure freuen sich über neue Interessierte und einen regen Gedankenaustausch.

Menschen mit Cannabisnutzung als Medizin

Die Cannabis Patientenhilfe Mittelthüringen lädt ein zum Selbsthilfetreffen. Hier erhalten Sie hilfreiche Informationen und können in einen Erfahrungsaustausch kommen.
Nächster Termin: Samstag, 11.07.20, 14:00-17:00 Uhr
Ort: bei IKOS, AWO-Zentrum Lobeda, Kastanienstraße 11, 07747 Jena, Gruppenraum 1

Um die Zahl der Interessierten für diesen Samstag gut einschätzen zu können – im größten Raum 1 bei IKOS können derzeit  8 Personen miteinander sitzen – melden Sie sich bitte über die Gruppenmailadressen vorher an!!!! Da mit 8 Personen und den 4 Tischen und 8 Stühlen die Abstände gewahrt sind und ständig frische Luft in den Raum hineingelassen werden kann, müssen nicht zwingend Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Bitte regeln Sie das solidarisch und verständnisvoll miteinander, falls eine Person wirklich lieber diesen Schutz gern hätte.

Mail: Cannabis Patientenhilfe Mittelthüringen
Herr Matthias Stelzer - matthias.stelzer@acm-patientenhilfe.de
Herr Daniel Benthaus - daniel.benthaus@acm-patientenhilfe.de


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Offenes Quartalstreffen für Gruppensprecher*innen

Die offenen Quartalstreffen sind für Gruppensprecher*innen gedacht, die sich über ihre Selbsthilfegruppe hinaus mit anderen Sprecher*innen vernetzen wollen. Bei diesen Treffen in überschaubarer Runde von bis zu 12 Personen stehen Fragen rund um das Leiten der eigenen Gruppe im Vordergrund. Zweck der Treffen soll sein, sich untereinander Unterstützung zu geben, wichtige Erfahrungen auszutauschen, Probleme zu besprechen, hilfreiche Tipps zu bekommen oder gemeinsam Ideen und Lösungen zu entwickeln.

Das Feedback der Teilnehmenden aus den ersten beiden Treffen war durchgehend positiv. Hier ein paar Zitate aus den Blitzlichtrunden:

„Ich habe ganz viel mitgenommen, was ich in meiner Gruppe anders machen kann.“

„Die Idee mit den Vorgesprächen find‘ ich gut; das werden wir auch einführen.“

„Für mich ist es hilfreich zu sehen, was in anderen Gruppen los ist.“

„Ich habe heute eine echt gute Idee bekommen, die Dauerredner zu begrenzen.“

„Dass ich mit anderen Leitern auch darüber mal reden konnte, war für mich sehr hilfreich.“

 Wer kann teilnehmen?

  • Die Quartalstreffen sind für alle Gruppensprecher*innen offen.
  • Man kann entweder regelmäßig oder nach Bedarf teilnehmen.
  • Gruppengröße (4 - 12 Tn) und Zusammensetzung können daher bei jedem Treffen anders sein.

 Worüber wird gesprochen?

  • Eine Moderatorin wird die Treffen leiten und nach Bedarf hilfreiche Impulse und Tipps geben.
  • Bei jedem Treffen wird die Themenauswahl aufgrund der Wünsche der Teilnehmenden getroffen.
  • Alle Fragen oder Probleme rund um die Leitung der Selbsthilfegruppe können eingebracht werden.

Nächster Termin: 13.07.20

Uhrzeit: 17:30 – 19:30 Uhr im Gruppenraum 1 bei IKOS

Dieser Termin kann aufgrund der Thüringer Verordnung zur Freigabe bislang beschränkter Bereiche und zur Fortentwicklung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 mit begrenzter Teilnehmerzahl durchgeführt werden. Es gibt noch freie Plätze.

Bitte melden Sie sich bei uns an.

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Die IKOS öffnet schrittweise für Selbsthilfegruppen

Liebe Selbsthilfeaktive,

lange haben Sie in diesen schwierigen Zeiten durchgehalten und hoffentlich gut diese belastende Situation ohne Gruppentreffen von Angesicht zu Angesicht bewältigt.

Endlich können wir Ihnen als Selbsthilfegruppen der Stadt Jena Folgendes verbindlich mitteilen:

Ab sofort können sich Selbsthilfegruppen unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzgesetze wieder treffen. Diese Konzepte beinhalten u. a. Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden und zu begehbaren Grundstücksflächen unter freiem Himmel, Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung und Maßnahmen zur regelmäßigen Be- und Entlüftung.

Die Mitarbeiterinnen der IKOS Jena haben diese Nachricht freudig aufgenommen und sind erleichtert, dass sich die Selbsthilfegruppenmitglieder wieder im direkten Gespräch mit Gleichbetroffenen austauschen können.

Ebenso ist eine Teilnehmerliste für jedes Gruppentreffen zu führen, die im Falle einer Infektion der Nachverfolgung dient. Datenschutz hat hier für uns trotz aller Umstände oberste Priorität.

Besondere Beachtung gilt dabei den §§ 3+5 der aktuellen Thüringer Verordnung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Nähere Informationen erhalten Sie hier:

https://gesundheit.jena.de/de/coronavirus

Nach wie vor ist Corona eine gefährliche Krankheit. Vorsicht und Rücksichtnahme im gemeinsamen Miteinander spielen also eine große Rolle, gerade wenn sich Menschen aus sog. Risikogruppen treffen möchten.

Bitte setzen Sie sich mit den Mitarbeiterinnen der IKOS in Verbindung, um Ihr erstes Treffen nach dem Lockdown gut vorzubereiten.

Alles Gute und bleiben Sie gesund!

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Wir sind wieder persönlich für Sie erreichbar!

Um für alle Beteiligten den persönlichen Kontakt bei einer Beratung so sicher wie möglich zu gestalten, finden Sie hier einige Hinweise:

Bitte halten Sie Abstand: mind. 1,5 m zu den Berater*innen und weiteren Besucher*innen.
Bitte kommen Sie direkt in unser Beratungsbüro. Wir warten dort auf Sie.
Bitte nutzen Sie Ihren Schutz für Mund und Nasen. Dies schützt uns alle.
Bitte nutzen Sie das Desinfektionsmittel im Eingangsbereich beim Betreten und Verlassen unserer Beratung.
Fühlen Sie sich krank? Dann bleiben Sie bitte zu Hause. Menschen mit Erkältungssymptomen bzw. mit Kontakten zu anderen Erkrankten können sich mit uns gern am Telefon "treffen".

Rufen Sie uns an, wir vereinbaren einen telefonischen oder persönlichen Termin mit Ihnen: 03641 8741160
Oder verraten Sie unserem Anrufbeantworter Ihre Nummer - dann rufen wir Sie so bald wie möglich zurück!


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Wie belastende Gedanken leichter werden

Unser regelmäßiger Austausch mit der Jenaer Diplompsychologin Anna-Maria Steyer und ihre Kooperation mit der Jenaer Selbsthilfe führen uns immer wieder zu neuen Themen, die Frau Steyer vertiefend bearbeitet und die es lohnt, mit Ihnen zu teilen:

„Wie belastende Gedanken leichter werden

Wir können fast nicht nicht-denken und sind innerlich beinahe dauernd auf Trab. Wenn wir auch noch belastende Gedanken haben, kann das ganz schön runterziehen. Viele versuchen ihrem Gedankenkarussell zu entfliehen, indem sie sich ablenken. Ich zeige hier als Alternative eine einfache und etwas nachhaltigere Technik. Sie entlastet sofort und gibt innere Leichtigkeit zurück.

Nicht abschalten können ist ein Dauerstressfaktor

Vorneweg: Denken ist eine natürliche und wichtige Funktion unseres Großhirns. Neben der sprachlichen Fähigkeit, die dort angesiedelt ist, können wir vorausschauen, planen, Ideen entwerfen, Lösungen ersinnen, Erfindungen machen und noch so vieles mehr.

Belastend wird es erst, wenn sich Denkvorgänge verselbständigen und wir uns in einer unproduktiven Dauerschleife verfangen. Und bei vielen Menschen dreht sich ihr Gedankenkarussell auch noch dann besonders ausdauernd, wenn sie nichts anderes mehr zu tun haben und zur Ruhe kommen könnten. Dann geht das „Kopfkino“ erst richtig los. Doch warum bloß?...“

Warum uns genau dieses Kopfkino nicht loslassen will und Gedanken uns als Belastung erscheinen, erklärt Frau Steyer in einem aktuellen Beitrag auf ihrer Webseite „Inspirierende Problemlösungen“.

Sie zeigt uns einen Weg zu mehr innerer Ruhe und einem Gefühl von Ausgeglichenheit. Jeder Mensch kann seine Gedankenwelt selbst beeinflussen.

Lassen Sie sich inspirieren und lesen Sie die Ausführungen von Frau Steyer unter folgenden Links:

https://www.steyer-inspiration.de/

https://www.steyer-inspiration.de/wie-belastende-gedanken-leichter-werden/

Sie werden beim Stöbern eventuell auch diese Themen finden:

Ausmisten und Ballast abwerfen für die Seele

Hindernisse überwinden: 2 überraschende Prinzipien

Die Macht der Erwartungen: Wir haben es in der Hand

Einfach entspannen? Leichte Atemübung für jeden Tag


Wir wünschen Ihnen gute Ideen und wohltuende Gedanken beim Suchen und Finden!


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Fit als Patient...

Eine seit langem aktive Kooperationspartnerin der Selbsthilfe, Prof. Sylvia Sänger, SRH Hochschule für Gesundheit, Gera, teilt mit uns ihren neuesten Beitrag aus der Reihe „Fit als Patient“.
Wir hören sie im Gespräch mit Dr. Dirk Bögel, Hausarzt in Jena.

http://www.sylvia-saenger.de/fit-als-Patient/

Vielleicht finden Sie noch einen anderen Podcast zum Nachhören, der Sie interessiert.



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Die Medien sind gerade voll mit negativen Meldungen. Dipl.-Psych. A.-M. Steyer aus Jena bietet dazu einen hilfreichen Beitrag an.

Die Macht der Erwartungen – Wir haben es in der Hand

Der Placebo-Effekt und die Macht der guten Erwartungen sind vermutlich vielen ein Begriff. Aber wissen Sie, was ein Nocebo-Effekt ist? Damit ist die Auswirkung gemeint, wenn wir etwas Negatives erwarten. Wir sind dem viel öfter ausgesetzt als wir denken. Im Beitrag gibt es Beispiele für beide Effekte. Und es geht um die Frage, was man tun kann, wenn man mit beängstigenden Nachrichten konfrontiert wird.

Der Placebo-Effekt und die Selbstheilungskraft

Als Placebo bezeichnet man eine Substanz, die keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Die Betreffenden halten dieses Mittel aber für eine wirkungsvolle Arznei. Placebo-Effekt nennt man die lindernde oder heilende Wirkung dieser vermeintlichen Arznei.

Dieser Effekt wird besonders deutlich bei Mitteln gegen Schmerzen oder Depressionen. In Studien mit verschiedenen Antidepressiva verschwanden die Symptome bei bis zu 80% der Probanden, die nur das Placebo erhalten haben.

Wie kann das sein? Es zeigte sich, dass der Körper sein eigenes Antidepressivum erzeugen kann. Wir wissen zwar noch nicht, was genau im Körper geschieht. Aber wir wissen, dass die positive Erwartung der Beteiligten für den Placebo-Effekt entscheidend ist.

Die Macht der positiven Erwartungen

Man hat Untersuchungen gemacht, in denen man die Testpersonen sogar über das Placebo aufgeklärt hat. Zum Beispiel wurden Probanden mit Reizdarmsyndrom informiert, dass das Mittel nur so etwas wie Zuckerpillen ist. Zudem hat man ihnen gesagt, dass es auf dem Markt momentan kein besseres Mittel gäbe. Es sei in zahlreichen Voruntersuchungen den anderen Medikamenten weit überlegen gewesen und habe die Symptome gut lindern können.

Was meinen Sie wohl, wie die Ergebnisse dieser Studie waren?

Auf https://www.steyer-inspiration.de/die-macht-der-erwartungen-wir-haben-es-in-der-hand/ können Sie es erfahren und dort direkt weiterlesen.

Frau Steyer bietet uns hier etwas Lesenwertes dazu an, wie man "...sich psychologisch vor der negativen Wirkung der beängstigenden Nachrichten schützen kann. Die psychologischen Faktoren sind bisher in der öffentlichen Debatte und bei den Entscheidungen ja völlig unterbelichtet geblieben...
Denn schließlich haben wir es in der Hand, was wir aus Informationen machen."

Beim weiteren „Rumstöbern“ finden Sie vielleicht auch noch andere interessante und nachahmenswerte Hilfen und Techniken nicht nur für die gegenwärtigen außergewöhnlichen Lebensumstände.


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Die Gedanken kreisen in diesen Tagen und Wochen... - die guten ins Töpfchen, die schlechten ins..., ja, wohin denn eigentlich?

Glaube nicht alles, was du denkst. Gedanken sind wirklich nur dies – Gedanken.                                             Allan Lokos

Täglich werden zahlreiche Informationen von allen möglichen Medien über uns „ausgeschüttet“. Was den einen Menschen in der Fülle vielleicht interessiert bzw. er als tägliches Input braucht, mag den nächsten völlig überfordern, der nicht mehr zwischen sinnvoll und sinnentleert entscheiden will und kann. Ein dritter nimmt sich gezielt das zum Lesen und Schauen oder Hören, was für ihn persönlich in seiner derzeitigen Lebenssituation passt. Wohl dem, der das kann.
Eine kurze Begegnung mit einer Frau neulich hat mir diese mögliche erdrückende Fülle nochmals verdeutlicht. Ein von Natur aus eher ängstlicher Mensch, eventuell auch mit depressiven Lebensphasen, braucht keine Informationen zu noch mehr Krise, noch mehr drohender Gefahr oder zu noch mehr Einengung seiner ohnehin schon engen Lebenswelt.
Das „C“-Wort begegnet uns inflationär in nahezu jedem Artikel, jeder Sendung. Wenn uns das erdrückt und belastet, können wir dem etwas Positives, für uns Gutes entgegensetzen.
Ein Leben ohne jeglichen Einfluss von außen oder ohne Information zum gegenwärtigen Miteinander wird uns wohl kaum gelingen. Also, machen wir das Beste aus dem, was uns zur Verfügung steht.

Was wäre, wenn Sie sich jeden Abend drei Dinge aufschreiben, die für Sie an diesem Tag gut gelaufen sind?
Oder Sie notieren sich fünf neue Gedanken, die Ihnen aus dem Erlebten entstanden sind, und die Sie so bisher noch nicht gedacht haben?

Wenn Sie nach zwei, drei Tagen auf Ihren notierten riesigen positiven Reichtum schauen, können Sie die beängstigenden Themen vielleicht ein wenig kleiner zaubern.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.


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Eine Weinprobe der ganz anderen Art

Foto: Pixabay

Weinverkostung mal virtuell...

Die Kreisorganisation Jena des Blinden- und Sehbehindertenverbandes hatte am 1. April eine Wanderung ins Weingut Zahn zur Weinverkostung geplant. Nicht als Aprilscherz…, sondern als gemeinsames Miteinander!
Aufgrund der Corona-Situation mussten wir jedoch alles absagen. Wir informierten unsere Mitglieder, dass wir dies erst einmal auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. Auch ein Gruppentreffen und unsere gewohnten sozialen Veranstaltungen wurden erst einmal abgesagt. Die Beratungsstelle wurde geschlossen, und wir gingen erstmal ins Homeoffice.
Wir überlegten, wie wir unser Verbandsleben trotz dieser Krise aktiv weiter gestalten können. Zunächst fiel unserem Stellvertreter ein, wir könnten den iPhone-Stammtisch über eine WhatsApp-Besprechung durchführen. Dies klappte ganz gut. Wir tauschten uns eine volle Stunde zu viert am Telefon über Probleme und Neuigkeiten des iPhones aus.
Danach kam Herr Bodsch auf die Idee, die Weinverkostung doch ebenfalls über WhatsApp zu versuchen. Doch da stolperte er über eine Hürde, denn zu WhatsApp-Besprechungen kann man nur vier Personen einladen. Wir grübelten und kamen dann schließlich auf die Idee, dies per Skype zu versuchen. Wir fragten alle Mitglieder, die über WhatsApp erreichbar sind an, ob sie sich vorstellen könnten, eine virtuelle Weinverkostung mitzumachen. Schließlich meldeten sich zehn Mitglieder, die unsere Idee total gut und wert fanden, probiert zu werden. Wir riefen alle einzeln an und erklärten ihnen, wie man Skype einrichtet.
Nun waren wir alle gespannt, ob es wirklich klappt. Am 1. April, pünktlich um 17:00 Uhr, lud Herr Bodsch die Mitglieder ein. Es wäre wahrlich grandios, wenn es klappte.
Ich begrüßte die Mitglieder, beschrieb, was auf unserem Tisch stand - eine Flasche Wein, Weingläser, Käsewürfel - und stellte als erstes einen Weißwein vom Weingut Zahn vor. Danach stellte jedes einzelne Mitglied unserer Skype-Gruppe seinen ganz speziellen Lieblingswein vor, und wir erhoben gemeinsam die Gläser auf unsere Gesundheit. Wir plaudern fröhlich miteinander und hatten viel Spaß dabei. Und völlig unbemerkt waren zwei Stunden ins Land gegangen, mal relativ unbeschwert.
Unsere Mitglieder sind aufgrund ihrer Sehbehinderung ohnehin schon im täglichen Leben eingeschränkt und oft auch auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen. Wir sorgen uns in der großen Gruppe umeinander, nutzen Telefonketten, rufen einander wenigstens an. Viele von uns haben bei Bedarf helfende Augen und Hände, die wichtige Besorgungen übernehmen. Selbsthilfe, wie sie leibt und lebt…
Es war eine superschöner Nachmittag, und unsere Mitglieder wünschen sich eine Wiederholung.

Silke Aepfler
Vorsitzende der KO Jena - Blickpunkt Auge
Koordinatorin Blickpunkt Auge Thüringen



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Ein Rüsselwärmer in Bild und Lyrik

Illustration von Ursula Schäfer

Von Ursula Schäfer aus der Polio-Selbsthilfegruppe, vielen bekannt durch ihre interessanten Reiseberichte in einigen unserer CHANCEN, erreichten uns durch sie illustrierte Gedichte von    H.-J. Neidhardt.

Nummer 1:

Rüsselwärmer

Ein Elefant im Tropenwald.
Ihm wurde nachts der Rüssel kalt.
Frau Elefantin strickt für ihn
ein Rüsselschutz zum Überziehn.
Der Elefant ist hochbeglückt,
sich damit auch am Tage schmückt.
                          H.-J. Neidhardt

So wie dem Elefanten geht es uns nun auch mit Mund- und Nasenschutz, nur nicht selbst gestrickt, sondern selbst genäht...


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Interessantes zum Affenkäfig

Fortsetzung der Illustration von Ursula Schäfer mit Lyrik von H.-J. Neidhardt

Nummer 2:

Affenkäfig

Es wollt' im Zoo ein alter Affe
nicht länger, dass man ihn begaffe,
und bat, dass man ihm vors Gestänge
des Käfigs einen Vorhang hänge.

Der Zoodirektor hatt' sensibel,
Verständnis fürs Begaffungsübel,
und ließ an einer Eisenschiene
montieren eine Stoffgardine,
die unser Affe nach Belieben
mal auf- und wieder zu konnt' schieben.

Die Tiere vor dem Gitter fand
er ziemlich blöd, doch interessant,
und wenn er brauchte seine Ruh,
zog er den Vorhang einfach zu.

Hat man genug von dieser Welt
freut man sich, wenn der Vorhang fällt.


Zum Glück haben die meisten Tiere in den Zoos einen Rückzugsort, wenn sie sich nicht länger von den Zweibeinern jenseits der Absperrung "begaffen" lassen wollen und ihre Ruhe brauchen.
Da auch die Zoos und Tierparks im Moment für Besucher*innen geschlossen sind, gibt es allerdings schon interessante Beobachtungen zum Verhalten der Tiere. Es scheint fast so, als fehlten ihnen die Voyeure, als wäre es ihnen langweilig ohne Publikum. Oder sie genießen tatsächlich die überraschende und wohlverdiente Ruhe...


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Wie ich meine Balance finde...

Dieses Bild hat Gabriele Ludek gestern kreiert und uns geschickt.
Sie ist vielen von uns bekannt mit ihrem Angebot „Seminarraum & Klangpraxis“.
Falls Sie mehr von ihr lesen oder hören möchten, hier die Kontaktmöglichkeiten:

Tel.: 03641 422347
Internet: www.gabriele-ludek.de
www.entspannung-jena.de
www.klangmassage-thueringen.d



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Im Miteinander macht der Ton die Musik...

Am Freitagnachmittag habe ich mich wie so oft zur französischen Bäckerei Carlos P. in die Grietgasse begeben mit solchen Gedanken wie "ob sie wohl geöffnet haben..., ob es noch etwas zu kaufen gibt..., wenn ja, wie viele Brötchen brauchen wir..."
Sie haben geöffnet, und es gibt noch viel Schmackhaftes im Angebot. Im Moment ist der Eingang vom Durchgang zum Busbahnhof her gelegen, und der Ausgang führt direkt nach draußen zum Busbahnhof. Gut durchdacht, mit entsprechenden Abständen zwischen der jeweiligen Kundschaft.
Die immer supernette Verkäuferin hat von ihrer geduldigen Art nicht ein klitzekleines Stückchen eingebüßt, beantwortet Fragen, geht kurz auf die gegenwärtige Lage ein, empfiehlt Backspezialitäten..., Smalltalk, wie man sich beim Verkauf eben so unterhält. Mit dem Einen mehr, mit der Anderen weniger. Fast normal, wären da nicht die Kund*innen, die sich draußen in eine Warteschlange reihen. Wer oft hier einkauft, weiß allerdings, dass man immer ein wenig Zeit mitbringen sollte - hier steht man eben auch mal an für leckeres Handgemachtes und Regionales.

Ich stelle mich also auch an, lasse etwa zwei Meter Abstand zu der Frau vor mir, im Geschäft jeweils nur zwei Menschen beim Einkauf mit großem Abstand zueinander. Alles gut. Hinter mir eine weitere Frau mit etwas Abstand, dann ein Mann mittleren Alters. Ich schaue mich halt mal so um. Von hinten nähert sich ein junger Mann, vielleicht Student, und stellt sich an. Wahrscheinlich zu nah auf seinen Vordermann, der sich jäh umdreht und mit lauter, erregter Stimme sagt: "Sie wissen wohl auch nicht, wie viel anderthalb Meter sind?" Diese sehr laut und schon recht aggressiv ausgesprochene, verallgemeinernde Frage hat den jüngeren Mann so erschreckt, dass er ein Stück zurückspringt und eine Entschuldigung murmelt. Mehr habe ich davon nicht mitbekommen, da ich genau jetzt in den Laden treten kann, der Verkaufstheke eine Stufe näher.

Mich hat das Beobachtete noch eine ganze Weile beschäftigt. Wie gehen wir miteinander um, unter "normalen" Umständen im täglichen Leben? In Krisensituationen, wenn das Stresslevel hochgeschraubt ist, wir uns in einer gewissen "Grundanspannung" befinden? Wie reden wir miteinander, wie hören wir einander zu?
Die Sorge des Mannes, der seinen persönlichen Schutzraum eingeschränkt sieht, ist zweifellos berechtigt. Ich hätte meinen Wunsch und mein Recht auf etwas mehr Abstand nur anders zum Ausdruck gebracht. Eine freundlich formulierte Bitte hätte sicher auch den entsprechenden Effekt gezeigt. Und ein Lächeln, gar noch unerwartet vom Gegenüber bekommen, bewirkt immer wieder Wunder.

Ich bin gespannt, wie Sie derzeit den Umgang miteinander erleben. Herzlich, solidarisch, echt interessiert am Gegenüber - oder schroff, schimpfend, vorwurfsvoll? Freundlich und neugierig fühlt sich echt besser an, oder?

Wenn Ihnen auch eine "Geschichte" passiert ist, können Sie uns die im Kontaktformular erzählen. Und falls Sie zustimmen, können wir diese, genau wie meine, an dieser Stelle öffentlich machen. Gern auch völlig anonym.

Hier noch unsere Mailadresse: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Gabriele Wiesner

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Hilfe in Viruszeiten

Als ich auf meiner Fahrt nach Hause gestern Nachmittag noch ein Stück Brot am Allendeplatz kaufen wollte und auf den Parkplatz einbog, stellte ich mein Auto neben einem weißen Transporter ab, dessen Fahrertür angelehnt war. Ein Mann signalisierte mir, dass er mit mir sprechen wollte. "Können Sie mir vielleicht, bitte, Starthilfe geben?" Ich: "Ähmm, ja, mmmh, naja, wenn Sie ein Kabel haben?" Hatte er - ich bin in die gegenüberliegende Parkreihe gefahren, Motorhaube an Motorhaube, ohne Mund- und andere -schutze.
Bei gefragter Hilfe gibt es nicht viel Zeit zum Überlegen. Unsere Autos aus dem SHK und von weiter her haben sich gut verstanden. Volle Batterie hat völlig leerer Batterie was abgegeben, so dass diese ihr Gefährt sicher bis nach Hause bringen konnte. Nach mehreren Minuten reichte die Energie, den Diesel zu starten. Der Mann und seine im Auto ausharrende Frau strahlten vor Freude. Ich verabschiedete mich mit einem schlauen "Aber nun ja nicht ausstellen, sonst müssen Sie sich nochmals Hilfe suchen...".
Keime haben wir nicht ausgetauscht (auch wenn mein Auto gefühlt gerade das schmutzigste ist, das rumfährt), wir sind uns auch nicht um den Hals gefallen.
Notwendige Hilfe kann sich heutzutage in den kleinsten Kleinigkeiten ergeben. Wie schön, wenn wir uns immer noch und immer wieder helfen können.

G. W.


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Willkommen…

„…mein Mann hatte einen Schlaganfall und kann nun nicht gut sprechen – gibt es eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Aphasie nach einem Schlaganfall?“

„…wo finde ich Hilfe für Angehörige von Demenzerkrankten?“

„…ich bin kürzlich von einer Zecke gestochen worden und habe seitdem Beschwerden – kann mir jemand zur Borreliose und möglichen Risiken Informationen geben?“

„…ich bin noch relativ jung und würde mich gern mit anderen jüngeren Menschen zu Themen austauschen, die ich nicht unbedingt in der Familie oder im Freundeskreis bereden möchte. Gibt es in Jena ein Angebot in der Jungen Selbsthilfe?“

„Unser Kind ist schwerstpflegebedürftig – wir haben uns in der Familie gut arrangiert, würden uns aber auch gern einmal mit anderen Eltern austauschen.“

„…seitdem ich ohne Arbeit bin, grüble ich sehr oft und stelle mein Leben in Frage. Wer kann mir helfen, einen Weg aus dieser scheinbar aussichtslosen Lage zu finden?“

„…wir haben derzeit einen Patienten in unserer Klinik, der sich nach abgeschlossener Therapie gern einer Selbsthilfegruppe an seinem Wohnort anschließen würde – gibt es bei Ihnen Hilfen für alkoholkranke Menschen?“

„…ich leide seit langem an depressiven Verstimmungen und würde mich gern mit Anderen darüber austauschen, wie ich Wege aus der Depression finde – wo kann man das in unserer Stadt?“

Mit diesen oder ähnlichen Fragen wenden sich täglich Menschen in Jena an die IKOS. Wir wollen Ihnen hier im Internet die Möglichkeit eröffnen, unverbindlich und völlig anonym die bestehenden Selbsthilfeangebote in Jena kennenzulernen und Ihnen den Kontakt zu Ihnen vermitteln.

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Schon mal an Selbsthilfe gedacht?

Dieser kurze Werbespot steht für themenreiche und breit gefächerte Selbsthilfe, durchaus interessant auch für jüngere Menschen.
Im täglichen Leben sind Verständnis füreinander, gegenseitige Wertschätzung und Hilfestellung wünschenswert. Sie sind die tragenden Säulen jeglicher Selbsthilfegruppenarbeit.

Diesen kurzen Werbespot nutzen wir bis Mai 2020 zu Selbsthilfe-Werbezwecken auch im Jenaer CineStar. Dafür erhielten wir eine Projektförderung durch die IKK classic Thüringen. DANKE.

„Meine Chance“ 2017- das Selbsthilfemagazin der IKOS

Beide Magazine und auch die Ausgabe 2018 sind auch als Download über den Reiter "Downloads" erhältlich.

Wegweiser Jena 2017

"Meine Chance" 2016

"Meine Chance" 2015



Die jährliche Selbsthilfezeitung CHANCE und der Wegweiser sind Projekte, die wir durch die AOK PLUS gefördert bekommen. Die Selbsthilfe und IKOS sagen DANKE.