Selbsthilfe - eine Chance auch für Dich?

Selbsthilfe ist facettenreich, vielfältig, offen für alle Menschen, ein soziales und kostenfreies Angebot für Suchende. 30 Jahre aktive Selbsthilfe in Jena mit einem ebenso lange bestehenden Beratungsangebot bei der IKOS lassen uns dankbar und voller echter Wertschätzung zurückblicken. Dankbar all den Menschen gegenüber, die in einem besonderen Ehrenamt ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Erfahrungswissen mit anderen teilen.

Selbsthilfeaktive haben uns viel zu erzählen. Sie sprechen über ihre Erkrankung und die hilfreiche gegenseitige Unterstützung in der Selbsthilfe. Und darüber, was sie antreibt, sich für sich selbst und für Andere zu engagieren. In diesem Filmprojekt berichten acht langjährige Gruppenmitglieder aus ihrem Erfahrungsschatz. Unser herzlicher Dank geht in beide Richtungen – einerseits an die AOK PLUS für die stetige Unterstützung und die Finanzierung dieses Imagefilmes und andererseits an die Frauen und Männer, die diesen Film mit Leben erfüllen.

Seien Sie neugierig auf die möglichen Chancen, die Selbsthilfe bietet – wir stehen Ihnen gern zur Verfügung und freuen uns auf Sie.

Jahresbericht der Jenaer Selbsthilfe und IKOS 2021

Sachbericht-2021-neu.pdf (1,1 MiB)

Dieses Projekt wurde gefördert durch die AOK PLUS.


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ZOOM-Gespräch mit Prof. Dr. Gerald Hüther zu "30 Jahre Selbsthilfe in Jena"

Prof. Dr. Gerald Hüther

30 Jahre Selbsthilfe in Jena + 30 Jahre IKOS haben uns angeregt, bei einem sehr bekannten deutschen Wissenschaftler anzufragen und ihn für ein Gespräch über das Thema Selbsthilfe zu gewinnen: Prof. Dr. Gerald Hüther! Er sagte sofort zu und schnell war klar, dass wir mit einem der renommiertesten Hirnforscher Deutschlands sprechen werden. Die IKOS war interessiert an der Vielzahl wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Bereich der Neurobiologie, die Herr Hüther sehr gut zusammenzuführen und darzustellen versteht und dadurch für all jene Personen verstehbar und erklärbar macht, die keine Experten auf dem Gebiet der Hirnforschung sind. 

Das große Oberthema lautet: Selbsthilfe, Resilienz und seelische Gesundheit in schwierigen Zeiten 

Viele Menschen, die aus Zeitgründen nicht live teilnehmen konnten, haben nun die Möglichkeit, den Gesprächsabend nachzuverfolgen. Viel Freude dabei!

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Willkommen…

„…mein Mann hatte einen Schlaganfall und kann nun nicht gut sprechen – gibt es eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Aphasie nach einem Schlaganfall?“

„…wo finde ich Hilfe für Angehörige von Demenzerkrankten?“

„…ich bin kürzlich von einer Zecke gestochen worden und habe seitdem Beschwerden – kann mir jemand zur Borreliose und möglichen Risiken Informationen geben?“

„…ich bin noch relativ jung und würde mich gern mit anderen jüngeren Menschen zu Themen austauschen, die ich nicht unbedingt in der Familie oder im Freundeskreis bereden möchte. Gibt es in Jena ein Angebot in der Jungen Selbsthilfe?“

„Unser Kind ist schwerstpflegebedürftig – wir haben uns in der Familie gut arrangiert, würden uns aber auch gern einmal mit anderen Eltern austauschen.“

„…seitdem ich ohne Arbeit bin, grüble ich sehr oft und stelle mein Leben in Frage. Wer kann mir helfen, einen Weg aus dieser scheinbar aussichtslosen Lage zu finden?“

„…wir haben derzeit einen Patienten in unserer Klinik, der sich nach abgeschlossener Therapie gern einer Selbsthilfegruppe an seinem Wohnort anschließen würde – gibt es bei Ihnen Hilfen für alkoholkranke Menschen?“

„…ich leide seit langem an depressiven Verstimmungen und würde mich gern mit Anderen darüber austauschen, wie ich Wege aus der Depression finde – wo kann man das in unserer Stadt?“

Mit diesen oder ähnlichen Fragen wenden sich täglich Menschen in Jena an die IKOS. Wir wollen Ihnen hier im Internet die Möglichkeit eröffnen, unverbindlich und völlig anonym die bestehenden Selbsthilfeangebote in Jena kennenzulernen und Ihnen den Kontakt zu Ihnen vermitteln.

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Kostenlose Rechtsberatung

Seit mehreren Jahren bietet die AWO als Kooperation mit dem Jenaer Anwaltverein e. V. einmal im Monat die Möglichkeit einer kostenlosen Rechtsberatung. Diese findet jeweils am letzten Donnerstag im Monat von 15:00 bis 18:00 Uhr statt. In den Schulferienzeiten und an gesetzlichen Feiertagen wird die Beratung nicht durchgeführt.

Ein Mitglied der Anwaltschaft steht dafür am 24.11.22 im Raum 2 der IKOS zur Verfügung.

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Initiative zur Gruppengründung für Menschen mit bipolarer Erkrankung

Kennst Du (ver)brennende Höhen wie bleierne Täler? Wirkt sich ihr Kontrast, bisweilen im stündlichen Wechsel, wie ein roter Faden auch durch Dein Leben - lebst du mit einer bipolaren Diagnose? Und siehst Du in einem Austausch mit Menschen, die wie Du nach Ihrer Mitte streben eine zusätzliche Möglichkeit der Unterstützung? Dann fühle Dich eingeladen mit uns einen offenen und vertrauensvollen Raum zu gestalten, in dem Wir unser Erleben teilen, Erfahrungen spiegeln und neue Impulse finden können!    

 Erstkontakt:

IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe, AWO - Zentrum Lobeda, Kastanienstraße 11, 07747 Jena, Telefon: 03641 8741160 oder Mobil: 0171 5331502

E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Ansprechpartnerinnen: Gabriele Wiesner und Bettina Brenning

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Schon mal an Selbsthilfe gedacht?

Dieser kurze Werbespot steht für themenreiche und breit gefächerte Selbsthilfe, durchaus interessant auch für jüngere Menschen. Im täglichen Leben sind Verständnis füreinander, gegenseitige Wertschätzung und Hilfestellung wünschenswert. Sie sind die tragenden Säulen jeglicher Selbsthilfegruppenarbeit.

Diesen kurzen Werbespot nutzen wir bis Mai 2020 zu Selbsthilfe-Werbezwecken auch im Jenaer CineStar. Dafür erhielten wir eine Projektförderung durch die IKK classic Thüringen. DANKE.

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Selbstachtung statt Selbstkritik - von Dipl. Psychologin Anna-Maria Steyer aus Jena

Selbstachtung statt Selbstkritik – sich selbst unterstützen

Eine meist kritische innere Stimme – kennen Sie das? Oft bemerken wir die Selbstkritik nicht sofort, weil wir es gewöhnt sind, in irgendeiner Form mit uns unzufrieden zu sein.
Wie wäre es aber, wenn wir lernen könnten, uns emotional zu unterstützen, statt uns zu kritisieren? Die einfache und gleichzeitig wirkungsvolle Technik, die ich hier vorstelle, könnte ein guter Anfang sein.

Selbstkritik ist doch nützlich, oder?

Schwierig zu meisternde oder schief gelaufene Situationen können immer auch Anstoß sein, etwas daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Selbstkritik kann also eine gute Fähigkeit sein – sofern man sich dabei wohlwollend und unvoreingenommen betrachtet.

Meistens jedoch tun wir das nicht auf diese Weise. Mit uns selbst gehen wir selten konstruktiv und wertschätzend um, sprechen nicht mit freundlicher, warmer und verständnisvoller Stimme. Stattdessen mäkeln wir an uns herum und sparen nicht mit Vorwürfen: „Wie konnte ich nur so blöd sein!“, „Ich bin zu dick/zu alt/nicht gut genug/…!“, „Hätte ich doch bloß …!“

Achten Sie demnächst mal drauf, wenn Sie mit Ihrem Aussehen, Ihrem Verhalten, Ihren Fähigkeiten oder Ihren Entscheidungen unzufrieden sind.

Warum aber gehen wir herabsetzend mit uns um?
Und wie können wir lernen, abwertende Selbstkritik durch Selbstachtung zu ersetzen?

Wer auf diese Fragen Antworten sucht, kann gern im Internetportal von Dipl.-Psych. Anna-Maria Steyer aus Jena weiterlesen und fündig werden.

https://www.steyer-inspiration.de/selbstachtung-statt-selbstkritik-sich-unterstuetzen-lernen/

Kontakt:
Dipl.-Psych. Anna-Maria Steyer
- Inspirierende Problemlösungen -
http://www.steyer-inspiration.de
An der Osterwiese 10
07749 Jena
Tel.: 0177 3940442
Büro: 03641-826732
Fax: 03641-826733


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Neue Kraft schöpfen - von Anna-Maria Steyer aus Jena

Und zu Beginn dieser halben Frühlings-Himmelfahrts-Arbeitswoche bewerben wir gleich noch einen weiteren Blog-Beitrag von Anna-Maria Steyer!

Neue Kraft schöpfen: Das Glückstagebuch

In schwierigen Lebenssituationen konzentriert man sich vor allem darauf, das Nötigste zu schaffen. Es ist nicht leicht, sich da auch noch ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit zu erhalten oder gar neue Kraft zu schöpfen.
In diesem Beitrag stelle ich ein kleines, tägliches Ritual vor, das neuen Schwung und ein neues Lebensgefühl geben kann.

Glückliche Momente sind im Alltag selten, oder? Vermutlich hatten Sie auch schon mal den Eindruck, dass beglückende und Kraft spendende Momente im Alltag seltener vorzukommen scheinen als die schwierigen. Das kommt einem besonders dann so vor, wenn Probleme die ganze Aufmerksamkeit fordern.

Aber selbst in belastenden Zeiten gibt es erfreuliche Dinge. Wir bemerken sie nur seltener. Das hat damit zu tun, dass wir uns gedanklich und emotional meist öfter, länger und intensiver mit den belastenden Themen beschäftigen als mit den angenehmen.

Da man aber nur das wahrnimmt, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet ist, entgeht einem schlicht viel Schönes und Erfreuliches. Das könnte also wieder mehr in den Blickpunkt gerückt werden. Dann würde man neue Kraft schöpfen.
„Nur wie?“ fragen dann viele und erklären: „Meine Situation ist so kompliziert. Ich kann daran nichts ändern.
“Wie lässt sich Kraft schöpfen, wenn die Umstände schwierig sind?

Auch wenn wir andere Menschen und die meisten äußeren Bedingungen nicht ändern können, eine Freiheit haben wir in jeder Situation. Wir können immer entscheiden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Davon hängt ab, ob unsere Energie schwindet oder ob wir sie erhalten und sogar neue Kraft schöpfen können.

An dieser Stellte wenden meine Klienten meistens ein: „Ich kann gerade aber an nichts anderes denken. Es raubt mir sogar oft den Schlaf.“............

... und wir blenden an dieser Stelle bewusst aus und haben Sie vielleicht angeregt, auf Anna-Maria Steyers Internetseite nach der Fortsetzung zu schauen.
Vielleicht werden Sie mit ein paar neuen Gedanken belohnt.

Kontakt:

Dipl.-Psych. Anna-Maria Steyer
An der Osterwiese 10
07749 Jena
www.steyer-inspiration.de

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Leichter einschlafen ohne Grübeln - von Anna-Maria Steyer

Liebe Leserin, lieber Leser,

wussten Sie, dass am 19. März "Weltschlaftag" war? Ich war ganz überrascht und finde das eine lustige Vorstellung. Von meiner Klientel jedenfalls werde ich immer wieder gefragt, wie man besser einschlafen kann trotz lästiger Grübeleien.

Daher habe ich dieses Thema in meinem neuen Beitrag aufgegriffen.

Leichter einschlafen ohne Grübeln

Nicht einschlafen können trotz Müdigkeit ist für viele ein Problem. Gerade wenn man tagsüber Stress hat und dringend Schlaf bräuchte, gehen einem noch viele Gedanken durch den Kopf und halten lange wach. Hier stelle ich eine wirksame Technik vor, die den Kopf frei macht und den Körper entspannt. Man gleitet dann mühelos von selbst in den Schlaf.

Nicht einschlafen können, weil die Gedanken kreisen

Schlafstörungen sind laut einer DAK-Studie weiter verbreitet als man denkt und in den letzten 10 Jahren weiter angestiegen.

Auch viele meiner Klienten klagen darüber. Das Hauptproblem, sagen sie, seien die vielen Gedanken, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Hinzu kommt, dass sich die meisten Betroffenen auch noch darüber ärgern, dass sie wegen der Einschlafprobleme kürzer schlafen und daher am folgenden Tag müde sind.

So geraten sie in einen quälenden Teufelsreis: Anspannung > grübeln > wachbleiben > ärgern > Anspannung.   Um ihn wirksam durchbrechen und mühelos einschlafen zu können, ist es hilfreich, zunächst folgende Zusammenhänge zu kennen.

Wie wir unsere Gehirnaktivität beeinflussen können

Wenn man wach und aktiv ist, befindet sich die elektrische Aktivität des Gehirns im Frequenzbereich der sogenannten Betawellen. Das sind relativ schnelle Gehirnwellen, die Denken und konzentriertes Arbeiten ermöglichen.

Jede gedankliche Tätigkeit ruft ihrerseits neue Betawellen hervor. Das heißt also, je mehr wir grübeln, umso mehr Beta-Aktivität verzeichnet das Gehirn und umso wacher fühlen wir uns und umso mehr Gedanken produzieren wir, usw.

In einem geistig und körperlich entspannten Zustand dagegen befindet sich die Gehirnaktivität vor allem im deutlich langsameren Alphawellen-Bereich. Bei weiterer und noch tieferer Entspannung (z. B. während einer Meditation oder im Schlaf) entsteht eine noch langsamere Wellenaktivität ...........

Wenn Sie spätestens hier neugierig geworden sind und gern lesen und wissen möchten, welche vier Schritte Anna-Maria Steyer im Folgenden beschreibt, dann schauen Sie doch auf ihrer Internetseite vorbei. Dort finden Sie mit Sicherheit noch den einen oder anderen interessanten Beitrag zu u. a. stressreduzierenden Techniken. Versprochen.
 
Kontakt:
Dipl.-Psych. Anna-Maria Steyer
An der Osterwiese 10
07749 Jena

www.steyer-inspiration.de


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Selbsthilfegruppe für Psychose-Gefährdete sucht Mitglieder

Hallo, wir sind eine in Gründung befindliche Selbsthilfegruppe bei der IKOS Jena und suchen Interessenten/Mitglieder, die eine Veranlagung für Psychosen haben oder schon mal eine entsprechende Diagnose hatten (letzteres Schizophrenie oder Schizoaffektive Störungen).

Zu den bekanntesten Symptomen einer Schizophrenie gehören Halluzinationen und Wahnvorstellungen, es gibt aber auch sog. Ich-Erlebnisstörungen. Doch diese sog. Positiv-Symptome bilden sich recht rasch wieder zurück und sind v. a. auch medikamentös gut beherrschbar. Schwieriger sind die sog. Negativ-Symptome: Mangel an Energie, Schwung und Ausdauer, eine Art Aufmerksamkeitsstörung und Sprachverarmung sowie Gemütsverflachung unter anderem. Sie können den Betroffenen nicht nur erheblich beeinträchtigen, sie sorgen in seinem Umfeld auch für Irritation, Unmut, ja Ärger, weil man nicht weiß, dass es sich hier um eine krankhafte Reaktion und nicht nur um Desinteresse, Gleichgültigkeit, Arroganz oder ähnliches handelt.

Bei der Schizoaffektiven Störung handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Mischung aus Schizophrenen Symptomen mit Bipolarer Störung (ursprünglich als Manisch-Depressiv bezeichnet), beides jedoch nicht unbedingt vollumfänglich.

Bei der SHG geht es um den gleichberechtigten Austausch Betroffener bzgl. Bewältigungsstrategien, Medikamenten, Erfahrungen usw.

Erstkontakt:
IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe
Ansprechpartnerinnen IKOS Jena: Gabriele Wiesner und Bettina Brenning
Tel.: 03641 8741160 oder E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de oder SHG-Gründer: Frank U., E-Mail: quarzium@web.de


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Übers LOSLASSEN

Loslassen lernen? - Eine überraschende Alternative

„Oftmals werde ich gefragt: „Wie kann ich loslassen lernen?“ Man findet dazu in Büchern und im Internet zahlreiche und durchaus nützliche Tipps. In diesem Beitrag möchte ich den Blick auf einen Aspekt lenken, der dabei oft übersehen wird. Vielleicht ist gerade der es, der Ihnen gefehlt hat? Vielleicht können Sie dann etwas leichter erreichen, was Sie wirklich wollen?

Ein Anteil in uns will loslassen, ein anderer festhalten

Etwas zu lassen ist manchmal schwerer als etwas zu tun. Wenn sich jemand mit dem Loslassen plagt, dann sind da „zwei Seelen in seiner Brust“ beziehungsweise, es kämpfen Verstand und Gefühl gegeneinander. Der Verstand sagt in etwa: „Du musst loslassen!“ Das Gefühl dagegen signalisiert: „Ja, ich weiß. Ich will aber nicht.“ Wer von beiden siegt?

Man bleibt meist am Gewohnten kleben, obwohl man es auch „irgendwie“ nicht will. Dabei kann es sich um alles Mögliche handeln. Zum Beispiel lassen wir eine belastende Erfahrung immer und immer wieder im Kopf kreisen und kommen innerlich nicht davon los. Da gibt es die schlechten Angewohnheiten, von denen wir nicht lassen können. Manche können sich von den vielen nutzlosen Sachen nicht trennen, die ihre Schränke verstopfen. Andere verharren sogar in einer kaputten Beziehung oder an einem Arbeitsplatz, der sie schon lange auslaugt.“…

Wie das „Kräftemessen“ von Verstand und Gefühl ausgeht, wer von beiden sich letztlich durchsetzt und Ihnen die Lebensalternativen zur Auswahl anbietet, das hat Diplompsychologin Anna-Maria Steyer aus Jena in ihrem neuen Beitrag für Interessierte beschrieben und auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Wer neugierig geworden ist, seit geraumer Zeit etwas Gewohntes loslassen möchte und nur noch nicht genau herausgefunden hat, wie das funktionieren könnte, findet hier vielleicht noch die entscheidende Inspiration:

Dipl.-Psych. Anna-Maria Steyer
Inspirierende Problemlösungen
www.steyer-inspiration.de
Mobil: 0177 3940442
Büro: 03641-826732


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Die IKOS öffnet schrittweise für Selbsthilfegruppen

Liebe Selbsthilfeaktive,

lange haben Sie in diesen schwierigen Zeiten durchgehalten und hoffentlich gut diese belastende Situation ohne Gruppentreffen von Angesicht zu Angesicht bewältigt.

Endlich können wir Ihnen als Selbsthilfegruppen der Stadt Jena Folgendes verbindlich mitteilen:

Ab sofort können sich Selbsthilfegruppen unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzgesetze wieder treffen. Diese Konzepte beinhalten u. a. Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden und zu begehbaren Grundstücksflächen unter freiem Himmel, Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung und Maßnahmen zur regelmäßigen Be- und Entlüftung.

Die Mitarbeiterinnen der IKOS Jena haben diese Nachricht freudig aufgenommen und sind erleichtert, dass sich die Selbsthilfegruppenmitglieder wieder im direkten Gespräch mit Gleichbetroffenen austauschen können.

Ebenso ist eine Teilnehmerliste für jedes Gruppentreffen zu führen, die im Falle einer Infektion der Nachverfolgung dient. Datenschutz hat hier für uns trotz aller Umstände oberste Priorität.

Nähere Informationen erhalten Sie hier:

https://gesundheit.jena.de/de/coronavirus

Nach wie vor ist Covid-19 eine Krankheit, bei der Vorsicht und Rücksichtnahme im gemeinsamen Miteinander eine große Rolle spielen, gerade wenn sich Menschen aus sog. Risikogruppen treffen möchten.

Bitte setzen Sie sich mit den Mitarbeiterinnen der IKOS in Verbindung, um mit uns Ihr erstes Treffen in einem der IKOS-Räume gut vorzubereiten.

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Wir sind wieder persönlich für Sie erreichbar!

Um für alle Beteiligten den persönlichen Kontakt bei einer Beratung so sicher wie möglich zu gestalten, finden Sie hier einige Hinweise:

Bitte halten Sie Abstand: mind. 1,5 m zu den Berater*innen und weiteren Besucher*innen.
Bitte kommen Sie direkt in unser Beratungsbüro. Wir warten dort auf Sie.
Bitte nutzen Sie Ihren Schutz für Mund und Nasen. Dies schützt uns alle.
Bitte nutzen Sie das Desinfektionsmittel im Eingangsbereich beim Betreten und Verlassen unserer Beratung.
Fühlen Sie sich krank? Dann bleiben Sie bitte zu Hause. Menschen mit Erkältungssymptomen bzw. mit Kontakten zu anderen Erkrankten können sich mit uns gern am Telefon "treffen".

Rufen Sie uns an, wir vereinbaren einen telefonischen oder persönlichen Termin mit Ihnen: 03641 8741160
Oder verraten Sie unserem Anrufbeantworter Ihre Nummer - dann rufen wir Sie so bald wie möglich zurück!


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Wie belastende Gedanken leichter werden

Unser regelmäßiger Austausch mit der Jenaer Diplompsychologin Anna-Maria Steyer und ihre Kooperation mit der Jenaer Selbsthilfe führen uns immer wieder zu neuen Themen, die Frau Steyer vertiefend bearbeitet und die es lohnt, mit Ihnen zu teilen:

„Wie belastende Gedanken leichter werden

Wir können fast nicht nicht-denken und sind innerlich beinahe dauernd auf Trab. Wenn wir auch noch belastende Gedanken haben, kann das ganz schön runterziehen. Viele versuchen ihrem Gedankenkarussell zu entfliehen, indem sie sich ablenken. Ich zeige hier als Alternative eine einfache und etwas nachhaltigere Technik. Sie entlastet sofort und gibt innere Leichtigkeit zurück.

Nicht abschalten können ist ein Dauerstressfaktor

Vorneweg: Denken ist eine natürliche und wichtige Funktion unseres Großhirns. Neben der sprachlichen Fähigkeit, die dort angesiedelt ist, können wir vorausschauen, planen, Ideen entwerfen, Lösungen ersinnen, Erfindungen machen und noch so vieles mehr.

Belastend wird es erst, wenn sich Denkvorgänge verselbständigen und wir uns in einer unproduktiven Dauerschleife verfangen. Und bei vielen Menschen dreht sich ihr Gedankenkarussell auch noch dann besonders ausdauernd, wenn sie nichts anderes mehr zu tun haben und zur Ruhe kommen könnten. Dann geht das „Kopfkino“ erst richtig los. Doch warum bloß?...“

Warum uns genau dieses Kopfkino nicht loslassen will und Gedanken uns als Belastung erscheinen, erklärt Frau Steyer in einem aktuellen Beitrag auf ihrer Webseite „Inspirierende Problemlösungen“.

Sie zeigt uns einen Weg zu mehr innerer Ruhe und einem Gefühl von Ausgeglichenheit. Jeder Mensch kann seine Gedankenwelt selbst beeinflussen.

Lassen Sie sich inspirieren und lesen Sie die Ausführungen von Frau Steyer unter folgenden Links:

https://www.steyer-inspiration.de/

https://www.steyer-inspiration.de/wie-belastende-gedanken-leichter-werden/

Sie werden beim Stöbern eventuell auch diese Themen finden:

Ausmisten und Ballast abwerfen für die Seele

Hindernisse überwinden: 2 überraschende Prinzipien

Die Macht der Erwartungen: Wir haben es in der Hand

Einfach entspannen? Leichte Atemübung für jeden Tag


Wir wünschen Ihnen gute Ideen und wohltuende Gedanken beim Suchen und Finden!


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Fit als Patient...

Eine seit langem aktive Kooperationspartnerin der Selbsthilfe, Prof. Sylvia Sänger, SRH Hochschule für Gesundheit, Gera, teilt mit uns ihren neuesten Beitrag aus der Reihe „Fit als Patient“.
Wir hören sie im Gespräch mit Dr. Dirk Bögel, Hausarzt in Jena.

http://www.sylvia-saenger.de/fit-als-Patient/

Vielleicht finden Sie noch einen anderen Podcast zum Nachhören, der Sie interessiert.



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Die Medien sind gerade voll mit negativen Meldungen. Dipl.-Psych. A.-M. Steyer aus Jena bietet dazu einen hilfreichen Beitrag an.

Die Macht der Erwartungen – Wir haben es in der Hand

Der Placebo-Effekt und die Macht der guten Erwartungen sind vermutlich vielen ein Begriff. Aber wissen Sie, was ein Nocebo-Effekt ist? Damit ist die Auswirkung gemeint, wenn wir etwas Negatives erwarten. Wir sind dem viel öfter ausgesetzt als wir denken. Im Beitrag gibt es Beispiele für beide Effekte. Und es geht um die Frage, was man tun kann, wenn man mit beängstigenden Nachrichten konfrontiert wird.

Der Placebo-Effekt und die Selbstheilungskraft

Als Placebo bezeichnet man eine Substanz, die keinen pharmakologischen Wirkstoff enthält. Die Betreffenden halten dieses Mittel aber für eine wirkungsvolle Arznei. Placebo-Effekt nennt man die lindernde oder heilende Wirkung dieser vermeintlichen Arznei.

Dieser Effekt wird besonders deutlich bei Mitteln gegen Schmerzen oder Depressionen. In Studien mit verschiedenen Antidepressiva verschwanden die Symptome bei bis zu 80% der Probanden, die nur das Placebo erhalten haben.

Wie kann das sein? Es zeigte sich, dass der Körper sein eigenes Antidepressivum erzeugen kann. Wir wissen zwar noch nicht, was genau im Körper geschieht. Aber wir wissen, dass die positive Erwartung der Beteiligten für den Placebo-Effekt entscheidend ist.

Die Macht der positiven Erwartungen

Man hat Untersuchungen gemacht, in denen man die Testpersonen sogar über das Placebo aufgeklärt hat. Zum Beispiel wurden Probanden mit Reizdarmsyndrom informiert, dass das Mittel nur so etwas wie Zuckerpillen ist. Zudem hat man ihnen gesagt, dass es auf dem Markt momentan kein besseres Mittel gäbe. Es sei in zahlreichen Voruntersuchungen den anderen Medikamenten weit überlegen gewesen und habe die Symptome gut lindern können.

Was meinen Sie wohl, wie die Ergebnisse dieser Studie waren?

Auf https://www.steyer-inspiration.de/die-macht-der-erwartungen-wir-haben-es-in-der-hand/ können Sie es erfahren und dort direkt weiterlesen.

Frau Steyer bietet uns hier etwas Lesenwertes dazu an, wie man "...sich psychologisch vor der negativen Wirkung der beängstigenden Nachrichten schützen kann. Die psychologischen Faktoren sind bisher in der öffentlichen Debatte und bei den Entscheidungen ja völlig unterbelichtet geblieben...
Denn schließlich haben wir es in der Hand, was wir aus Informationen machen."

Beim weiteren „Rumstöbern“ finden Sie vielleicht auch noch andere interessante und nachahmenswerte Hilfen und Techniken nicht nur für die gegenwärtigen außergewöhnlichen Lebensumstände.


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Die Gedanken kreisen in diesen Tagen und Wochen... - die guten ins Töpfchen, die schlechten ins..., ja, wohin denn eigentlich?

Glaube nicht alles, was du denkst. Gedanken sind wirklich nur dies – Gedanken.                                             Allan Lokos

Täglich werden zahlreiche Informationen von allen möglichen Medien über uns „ausgeschüttet“. Was den einen Menschen in der Fülle vielleicht interessiert bzw. er als tägliches Input braucht, mag den nächsten völlig überfordern, der nicht mehr zwischen sinnvoll und sinnentleert entscheiden will und kann. Ein dritter nimmt sich gezielt das zum Lesen und Schauen oder Hören, was für ihn persönlich in seiner derzeitigen Lebenssituation passt. Wohl dem, der das kann.
Eine kurze Begegnung mit einer Frau neulich hat mir diese mögliche erdrückende Fülle nochmals verdeutlicht. Ein von Natur aus eher ängstlicher Mensch, eventuell auch mit depressiven Lebensphasen, braucht keine Informationen zu noch mehr Krise, noch mehr drohender Gefahr oder zu noch mehr Einengung seiner ohnehin schon engen Lebenswelt.
Das „C“-Wort begegnet uns inflationär in nahezu jedem Artikel, jeder Sendung. Wenn uns das erdrückt und belastet, können wir dem etwas Positives, für uns Gutes entgegensetzen.
Ein Leben ohne jeglichen Einfluss von außen oder ohne Information zum gegenwärtigen Miteinander wird uns wohl kaum gelingen. Also, machen wir das Beste aus dem, was uns zur Verfügung steht.

Was wäre, wenn Sie sich jeden Abend drei Dinge aufschreiben, die für Sie an diesem Tag gut gelaufen sind?
Oder Sie notieren sich fünf neue Gedanken, die Ihnen aus dem Erlebten entstanden sind, und die Sie so bisher noch nicht gedacht haben?

Wenn Sie nach zwei, drei Tagen auf Ihren notierten riesigen positiven Reichtum schauen, können Sie die beängstigenden Themen vielleicht ein wenig kleiner zaubern.
Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.


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Eine Weinprobe der ganz anderen Art

Foto: Pixabay

Weinverkostung mal virtuell...

Die Kreisorganisation Jena des Blinden- und Sehbehindertenverbandes hatte am 1. April eine Wanderung ins Weingut Zahn zur Weinverkostung geplant. Nicht als Aprilscherz…, sondern als gemeinsames Miteinander!
Aufgrund der Corona-Situation mussten wir jedoch alles absagen. Wir informierten unsere Mitglieder, dass wir dies erst einmal auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. Auch ein Gruppentreffen und unsere gewohnten sozialen Veranstaltungen wurden erst einmal abgesagt. Die Beratungsstelle wurde geschlossen, und wir gingen erstmal ins Homeoffice.
Wir überlegten, wie wir unser Verbandsleben trotz dieser Krise aktiv weiter gestalten können. Zunächst fiel unserem Stellvertreter ein, wir könnten den iPhone-Stammtisch über eine WhatsApp-Besprechung durchführen. Dies klappte ganz gut. Wir tauschten uns eine volle Stunde zu viert am Telefon über Probleme und Neuigkeiten des iPhones aus.
Danach kam Herr Bodsch auf die Idee, die Weinverkostung doch ebenfalls über WhatsApp zu versuchen. Doch da stolperte er über eine Hürde, denn zu WhatsApp-Besprechungen kann man nur vier Personen einladen. Wir grübelten und kamen dann schließlich auf die Idee, dies per Skype zu versuchen. Wir fragten alle Mitglieder, die über WhatsApp erreichbar sind an, ob sie sich vorstellen könnten, eine virtuelle Weinverkostung mitzumachen. Schließlich meldeten sich zehn Mitglieder, die unsere Idee total gut und wert fanden, probiert zu werden. Wir riefen alle einzeln an und erklärten ihnen, wie man Skype einrichtet.
Nun waren wir alle gespannt, ob es wirklich klappt. Am 1. April, pünktlich um 17:00 Uhr, lud Herr Bodsch die Mitglieder ein. Es wäre wahrlich grandios, wenn es klappte.
Ich begrüßte die Mitglieder, beschrieb, was auf unserem Tisch stand - eine Flasche Wein, Weingläser, Käsewürfel - und stellte als erstes einen Weißwein vom Weingut Zahn vor. Danach stellte jedes einzelne Mitglied unserer Skype-Gruppe seinen ganz speziellen Lieblingswein vor, und wir erhoben gemeinsam die Gläser auf unsere Gesundheit. Wir plaudern fröhlich miteinander und hatten viel Spaß dabei. Und völlig unbemerkt waren zwei Stunden ins Land gegangen, mal relativ unbeschwert.
Unsere Mitglieder sind aufgrund ihrer Sehbehinderung ohnehin schon im täglichen Leben eingeschränkt und oft auch auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen. Wir sorgen uns in der großen Gruppe umeinander, nutzen Telefonketten, rufen einander wenigstens an. Viele von uns haben bei Bedarf helfende Augen und Hände, die wichtige Besorgungen übernehmen. Selbsthilfe, wie sie leibt und lebt…
Es war eine superschöner Nachmittag, und unsere Mitglieder wünschen sich eine Wiederholung.

Silke Aepfler
Vorsitzende der KO Jena - Blickpunkt Auge
Koordinatorin Blickpunkt Auge Thüringen



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Ein Rüsselwärmer in Bild und Lyrik

Illustration von Ursula Schäfer

Von Ursula Schäfer aus der Polio-Selbsthilfegruppe, vielen bekannt durch ihre interessanten Reiseberichte in einigen unserer CHANCEN, erreichten uns durch sie illustrierte Gedichte von    H.-J. Neidhardt.

Nummer 1:

Rüsselwärmer

Ein Elefant im Tropenwald.
Ihm wurde nachts der Rüssel kalt.
Frau Elefantin strickt für ihn
ein Rüsselschutz zum Überziehn.
Der Elefant ist hochbeglückt,
sich damit auch am Tage schmückt.
                          H.-J. Neidhardt

So wie dem Elefanten geht es uns nun auch mit Mund- und Nasenschutz, nur nicht selbst gestrickt, sondern selbst genäht...


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Interessantes zum Affenkäfig

Fortsetzung der Illustration von Ursula Schäfer mit Lyrik von H.-J. Neidhardt

Nummer 2:

Affenkäfig

Es wollt' im Zoo ein alter Affe
nicht länger, dass man ihn begaffe,
und bat, dass man ihm vors Gestänge
des Käfigs einen Vorhang hänge.

Der Zoodirektor hatt' sensibel,
Verständnis fürs Begaffungsübel,
und ließ an einer Eisenschiene
montieren eine Stoffgardine,
die unser Affe nach Belieben
mal auf- und wieder zu konnt' schieben.

Die Tiere vor dem Gitter fand
er ziemlich blöd, doch interessant,
und wenn er brauchte seine Ruh,
zog er den Vorhang einfach zu.

Hat man genug von dieser Welt
freut man sich, wenn der Vorhang fällt.


Zum Glück haben die meisten Tiere in den Zoos einen Rückzugsort, wenn sie sich nicht länger von den Zweibeinern jenseits der Absperrung "begaffen" lassen wollen und ihre Ruhe brauchen.
Da auch die Zoos und Tierparks im Moment für Besucher*innen geschlossen sind, gibt es allerdings schon interessante Beobachtungen zum Verhalten der Tiere. Es scheint fast so, als fehlten ihnen die Voyeure, als wäre es ihnen langweilig ohne Publikum. Oder sie genießen tatsächlich die überraschende und wohlverdiente Ruhe...


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Wie ich meine Balance finde...

Dieses Bild hat Gabriele Ludek gestern kreiert und uns geschickt.
Sie ist vielen von uns bekannt mit ihrem Angebot „Seminarraum & Klangpraxis“.
Falls Sie mehr von ihr lesen oder hören möchten, hier die Kontaktmöglichkeiten:

Tel.: 03641 422347
Internet: www.gabriele-ludek.de
www.entspannung-jena.de
www.klangmassage-thueringen.d



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Im Miteinander macht der Ton die Musik...

Am Freitagnachmittag habe ich mich wie so oft zur französischen Bäckerei Carlos P. in die Grietgasse begeben mit solchen Gedanken wie "ob sie wohl geöffnet haben..., ob es noch etwas zu kaufen gibt..., wenn ja, wie viele Brötchen brauchen wir..."
Sie haben geöffnet, und es gibt noch viel Schmackhaftes im Angebot. Im Moment ist der Eingang vom Durchgang zum Busbahnhof her gelegen, und der Ausgang führt direkt nach draußen zum Busbahnhof. Gut durchdacht, mit entsprechenden Abständen zwischen der jeweiligen Kundschaft.
Die immer supernette Verkäuferin hat von ihrer geduldigen Art nicht ein klitzekleines Stückchen eingebüßt, beantwortet Fragen, geht kurz auf die gegenwärtige Lage ein, empfiehlt Backspezialitäten..., Smalltalk, wie man sich beim Verkauf eben so unterhält. Mit dem Einen mehr, mit der Anderen weniger. Fast normal, wären da nicht die Kund*innen, die sich draußen in eine Warteschlange reihen. Wer oft hier einkauft, weiß allerdings, dass man immer ein wenig Zeit mitbringen sollte - hier steht man eben auch mal an für leckeres Handgemachtes und Regionales.

Ich stelle mich also auch an, lasse etwa zwei Meter Abstand zu der Frau vor mir, im Geschäft jeweils nur zwei Menschen beim Einkauf mit großem Abstand zueinander. Alles gut. Hinter mir eine weitere Frau mit etwas Abstand, dann ein Mann mittleren Alters. Ich schaue mich halt mal so um. Von hinten nähert sich ein junger Mann, vielleicht Student, und stellt sich an. Wahrscheinlich zu nah auf seinen Vordermann, der sich jäh umdreht und mit lauter, erregter Stimme sagt: "Sie wissen wohl auch nicht, wie viel anderthalb Meter sind?" Diese sehr laut und schon recht aggressiv ausgesprochene, verallgemeinernde Frage hat den jüngeren Mann so erschreckt, dass er ein Stück zurückspringt und eine Entschuldigung murmelt. Mehr habe ich davon nicht mitbekommen, da ich genau jetzt in den Laden treten kann, der Verkaufstheke eine Stufe näher.

Mich hat das Beobachtete noch eine ganze Weile beschäftigt. Wie gehen wir miteinander um, unter "normalen" Umständen im täglichen Leben? In Krisensituationen, wenn das Stresslevel hochgeschraubt ist, wir uns in einer gewissen "Grundanspannung" befinden? Wie reden wir miteinander, wie hören wir einander zu?
Die Sorge des Mannes, der seinen persönlichen Schutzraum eingeschränkt sieht, ist zweifellos berechtigt. Ich hätte meinen Wunsch und mein Recht auf etwas mehr Abstand nur anders zum Ausdruck gebracht. Eine freundlich formulierte Bitte hätte sicher auch den entsprechenden Effekt gezeigt. Und ein Lächeln, gar noch unerwartet vom Gegenüber bekommen, bewirkt immer wieder Wunder.

Ich bin gespannt, wie Sie derzeit den Umgang miteinander erleben. Herzlich, solidarisch, echt interessiert am Gegenüber - oder schroff, schimpfend, vorwurfsvoll? Freundlich und neugierig fühlt sich echt besser an, oder?

Wenn Ihnen auch eine "Geschichte" passiert ist, können Sie uns die im Kontaktformular erzählen. Und falls Sie zustimmen, können wir diese, genau wie meine, an dieser Stelle öffentlich machen. Gern auch völlig anonym.

Hier noch unsere Mailadresse: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Gabriele Wiesner

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Hilfe in Viruszeiten

Als ich auf meiner Fahrt nach Hause gestern Nachmittag noch ein Stück Brot am Allendeplatz kaufen wollte und auf den Parkplatz einbog, stellte ich mein Auto neben einem weißen Transporter ab, dessen Fahrertür angelehnt war. Ein Mann signalisierte mir, dass er mit mir sprechen wollte. "Können Sie mir vielleicht, bitte, Starthilfe geben?" Ich: "Ähmm, ja, mmmh, naja, wenn Sie ein Kabel haben?" Hatte er - ich bin in die gegenüberliegende Parkreihe gefahren, Motorhaube an Motorhaube, ohne Mund- und andere -schutze.
Bei gefragter Hilfe gibt es nicht viel Zeit zum Überlegen. Unsere Autos aus dem SHK und von weiter her haben sich gut verstanden. Volle Batterie hat völlig leerer Batterie was abgegeben, so dass diese ihr Gefährt sicher bis nach Hause bringen konnte. Nach mehreren Minuten reichte die Energie, den Diesel zu starten. Der Mann und seine im Auto ausharrende Frau strahlten vor Freude. Ich verabschiedete mich mit einem schlauen "Aber nun ja nicht ausstellen, sonst müssen Sie sich nochmals Hilfe suchen...".
Keime haben wir nicht ausgetauscht (auch wenn mein Auto gefühlt gerade das schmutzigste ist, das rumfährt), wir sind uns auch nicht um den Hals gefallen.
Notwendige Hilfe kann sich heutzutage in den kleinsten Kleinigkeiten ergeben. Wie schön, wenn wir uns immer noch und immer wieder helfen können.

G. W.


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„Meine Chance“ 2017- das Selbsthilfemagazin der IKOS

Beide Magazine und auch die Ausgabe 2018 sind auch als Download über den Reiter "Downloads" erhältlich.

Wegweiser Jena 2017

"Meine Chance" 2016

"Meine Chance" 2015



Die jährliche Selbsthilfezeitung CHANCE und der Wegweiser sind Projekte, die wir durch die AOK PLUS gefördert bekommen. Die Selbsthilfe und IKOS sagen DANKE.